09.07.2026
Medusa multimedial: Adaptionen antiker Ikonotexte in den Genres Film, Graphic Novel und Comic für Kinder und Jugendliche.
Der Mythos von der Enthauptung der in eine Schlangenfrau verwandelten Gorgone Medusa wird in Ovids Verwandlungsepos Metamorphosen knapp, aber eindringlich im Rahmen einer Erzählung ihres heroischen Bezwingers Perseus thematisiert (vgl. Ovid, Met. 4,772-786). Eine multimediale und intertextuelle Lektüre dieser überaus wirkmächtigen Episode wird zeigen, wie der bildplastisch erzählende römische Dichter frühere poetische und ikonographische Traditionen um Gorgo Medusa aufgreift und neu perspektiviert. In diesem Kontext wird auch auf den frühgriechischen Dichter Hesiod eingegangen. Auf der Grundlage dieses für die Medusa-Thematik richtungweisenden intermedialen Dialogs in der Antike werden wir die Phänomenologie, Verfahren und Funktionalisierungsmuster untersuchen, die für die Adaptionen der Medusa in zeitgenössischen Kinder- und Jugendmedien kennzeichnend sind. Als Rezeptionsdokumente dienen hierbei zunächst die Darstellungen der Medusa als erotisch aufgeladene Femme Fatale…
02.07.2026
Die Macht königlicher Frauen in Claudians Dichtung.
Der spätantike Dichter Claudian wirkte am weströmischen Kaiserhof in Mailand, wo der Heermeister Stilicho die Staatsgeschäfte für Honorius, den noch unmündigen Sohn des 395 n. Chr. verstorbenen Theodosius, führte. In diesem zeitgeschichtlichen Kontext ist Claudians panegyrische Dichtung zu verorten. Die in seinen Dichtungen erwähnten Frauen üben zwar kein offizielles Amt aus, spielen aber dennoch eine entscheidende Rolle im Machtgefüge des kaiserlichen Hofes. Als einflussreiche Frau soll vor allem Serena, die Nichte und Adoptivtochter des Theodosius und Gattin des Stilicho, näher betrachtet werden.
01.07.2026
… currentem servom scribere, bonas matronas facere. Die literarische Figur als Artefakt.
Die Universität Bielefeld lädt ein zum Gastvortrag von Prof. Dr. Lisa Cordes (HU Berlin) am 01. Juli 2026 um 14.00 Uhr s.t. mit dem Titel ... currentem servom scribere, bonas matronas facere. Die literarische Figur als Artefakt. Infos zum Raum folgen.